Glasboden-Flugzeug

Weltpremiere: 3spin und Lufthansa machen das „Glasboden-Flugzeug“ zur (virtuellen) Realität

Lufthansa und 3spin präsentieren auf der ITB 2017 in Berlin eine 3D- Visualisierung der Flugroute als Ausblick auf die Bordunterhaltung der Zukunft. Der Passagier kann während des Fluges dank Virtual Reality die Landschaft in 3D unter sich entdecken.

„Wenn Sie nun aus dem Fenster schauen, sehen Sie das nächtliche Wien“, sagt der Pilot während des Fluges von Frankfurt nach Dubai über die Lautsprecher. Doch die Wolkendecke ist viel zu dicht, um tatsächlich das beleuchtete Riesenrad im Prater erkennen zu können. Andere markante Punkte in der Landschaft, wie beispielsweise bestimmte Berge, lassen sich nur bei Tageslicht ausmachen. Somit sehen Passagiere auf Langstreckenflügen in der Regel lediglich auf den Monitoren, welche Städte und Regionen sie gerade überfliegen. „Um das zu ändern, haben wir zusammen mit dem Lufthansa Customer Experience Team die VR Moving Map entwickelt“, sagt Thomas Hoger von 3spin. Mithilfe einer Virtual Reality-Brille kann der Fluggast Berge, Seen und Städte unter sich betrachten – egal ob es Tag, Nacht, sonnig oder bewölkt ist.

„Ich habe mich beim Blick aus dem Fenster schon oft gefragt: Was ist da unten und was kann man dort machen? Diese Frage ist die Basis für unsere Idee. Damit der Passagier die Welt unter sich erleben kann, haben wir zusammen mit dem Customer Experience Team von Lufthansa die VR Moving Map entwickelt“, sagt Thomas Hoger von 3spin. Mithilfe einer Virtual Reality-Brille kann der Fluggast Berge, Seen und Städte unter sich entdecken – egal ob es Tag, Nacht, sonnig oder bewölkt ist. Dabei sieht der Betrachter die Orte nicht nur auf der 3D-Karte sondern kann mittels 360°-Fotos und -Videos auch in ausgewählte Orte eintauchen.

In der Vergangenheit haben schon vereinzelt Anbieter VR-Brillen im Flugzeug getestet. Lufthansa hatte als erste Airline weltweit bereits im Januar 2015 auf dem DLD in München angekündigt, VR-Brillen im Flugzeug anzuprobieren. Dies ist aber das erste Mal, dass Betrachter durch VR mit Echtzeit-Daten einen Mehrwert im Flug-Kontext erhalten.

Möglich wird das durch eine Smartphone-App, die per WLAN-Verbindung an Bord auf Flugdaten zugreift. So wird die Position des Flugzeugs mit 3D-Daten kombiniert. Der Betrachter legt sein Smartphone in eine Samsung Gear VR-Brille und schon kann er beim Überfliegen die Landschaft unter sich entdecken. Zusätzlich kann er Fluginformationen wie die aktuelle Geschwindigkeit, Flughöhe, Außentemperatur und Entfernung zum Ziel bei einem Besuch im virtuellen Cockpit erleben. Die großen Datenmengen, die durch 360°-Inhalte entstehen, können Nutzer über einen Bord-Server abrufen, ohne dass dazu Satelliten-Internet notwendig ist.

Flugbegeisterte und Ingenieure träumen schon seit Jahren von einem Flugzeug aus Glas. Mit der VR Moving Map wird dieser Traum zur virtuellen Wirklichkeit. Lufthansa präsentiert die VR Moving Map als funktionsfähige Konzeptstudie für die Bordunterhaltung der Zukunft. Auf der ITB, der weltweit größten Tourismusmesse, können interessierte Besucher am Wochnende erstmals öffentlich die 3D- Visualisierung der Flugroute Frankfurt – Dubai live erleben. Außerdem haben Passagiere die Möglichkeit, den Prototyp beim Lufthansa FlyingLab auszuprobieren. FlyingLab ist eine regelmäßig stattfindende Konferenz an Bord von Flügen, bei der Passagiere innovative Technologien ausprobieren können.

Auch wenn man den Hochkogel in den Alpen noch nie bestiegen hat: Mit der VR Moving Map hat man den Gipfel, egal zu welcher Tageszeit und bei welchem Wetter, ganz deutlich im Blick.

Berlin, 7. April 2017

Thomas Hoger
Ihr Ansprechpartner: Thomas Hoger

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